El secreto de la longevidad

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El secreto de la longevidad

Me gusta platicar con mis pacientes; es una parte de mi trabajo que valoro mucho. Siempre aprendo algo. Mis pacientes más longevos, esos de más de 90 años, con la espalda derecha y las piernas fuertes, que no saben de bastón o andadera, tienen características en común: siempre están sonriendo, tienen buen humor, la mayoría tienen animales en casa, todos son muy limpios, perfumaditos y traen su ropa muy arregladita también. Se nota que cuidan de sí mismos, se tratan bien. Yo siempre pregunto: "¿Cuál es su secreto, Herr Hübscher? ¿Cómo se mantiene tan guapa, Frau Müller?". La respuesta es la misma: el trabajo en el jardín, el contacto con la tierra…

Hoy nos tocó arreglar el jardín. Es la primera vez que mi esposo me permite realmente participar en este ritual suizo, del que me ha mantenido todos estos años al margen. Tras algunos fallidos intentos míos por ser incluida, terminé aceptando que esto era algo donde mejor no le buscaba. Cuando me di cuenta de que hoy era el día en que él cedía la resistencia y me incluía activamente, me emocioné mucho; era mi iniciación a la tradición amada de mi esposo suizo…

Siendo oftalmóloga, muchas de las urgencias que llegan a la clínica son justamente cuerpos extraños en el ojo al practicar esta actividad, que pueden ser desde pequeñas erosiones en la córnea hasta cuerpos extraños intraoculares, perforaciones, etc. Eso solo si hablamos de la oftalmología. Cuando trabajaba en el hospital, en urgencias quirúrgicas, llegaban desde pequeñas cortaduras con la sierra hasta fracturas muy graves al caer de la escalera o de un árbol, y accidentes todavía más bizarros que no estoy aquí para contar.

Sabiendo esto, me preparé muy bien: me puse mis lentes, un sombrero, botas y guantes de jardinería; eso sí, vestidito ligero y coquetón. Monísima estaba yo… Manos a la obra…

Finalmente entiendo por qué mis pacientes están en tan buena condición física… La jardinería debería ser considerada un deporte extremo. ¡Es un ejercicio arduo y con bastantes riesgos!

El sol del verano suizo nos bañaba de sudor y las pequeñas partículas lanzadas a toda velocidad por las sierras eléctricas se pegaban a la piel como diminutas agujas. El jardín estaba invadido por pequeñas habitantes de ocho patas, producto del abandono en que lo teníamos. Estas habían cubierto los arbustos y árboles con sus finos hilos plateados. Evitando lastimarlas, fuimos desprendiendo sus hermosas casas; tendrán que mudarse a lo más profundo de los arbustos. Valientes, enfrentaban el desalojo y saltaban hacia nosotros como para avisar que ahí estaban y que no se darían por vencidas.

Divo nos acompañaba fielmente, dando apoyo moral desde el fresco y sombreado umbral de la entrada y ladrando de cuando en cuando si veía gente pasar frente a la casa.

Trabajamos todo el día. Al final, cansados, barnizados en sudor y tierra, satisfechos, sentimos que nuestro vínculo se había reforzado. La vida de casados, luego de tantos años, no siempre es fácil. Y estos pequeños proyectos juntos la refrescan y alivian.

Cenamos juntos. Justo llegaba mi hijo del trabajo y pudimos cenar los tres. Cómo valoro estos momentos. Mi hijo mayor y su mujer, que ya es mi hija también, faltaban, pero saber que están bien y felices me compensa parcialmente su ausencia.

Al final del día me sentía, de alguna forma, rejuvenecida. Cansada, sí, pero sentía la vida fluyendo por todos mis temblorosos y agotados músculos.

Así es que puedo decir con certeza que el secreto de mis pacientes de más de 90 años es la jardinería… la jardinería y vivir en Suiza…

 

Alemán

Ich unterhalte mich gerne mit meinen Patienten; das ist ein Teil meiner Arbeit, den ich sehr schätze. Ich lerne dabei immer etwas dazu. Meine ältesten Patienten, diejenigen, die über 90 Jahre alt sind, mit aufrechtem Rücken und kräftigen Beinen, die weder Stock noch Rollator brauchen, haben vieles gemeinsam: Sie lächeln immer, sind gut gelaunt, die meisten haben Tiere zu Hause, alle sind sehr gepflegt, duften angenehm und sind immer ordentlich gekleidet. Man merkt, dass sie gut für sich sorgen und sich selbst gut behandeln. Ich frage dann immer: „Was ist Ihr Geheimnis, Herr Hübscher? Wie machen  Sie es, so hübsch zu bleiben, Frau Müller?“ Die Antwort ist immer dieselbe: die Arbeit im Garten, der Kontakt mit der Erde …

Heute war Gartentag. Zum ersten Mal erlaubt mir mein Mann wirklich, an diesem schweizerischen Ritual teilzunehmen, von dem er mich all die Jahre ferngehalten hat. Nach einigen erfolglosen Versuchen meinerseits, mitmachen zu dürfen, hatte ich schließlich akzeptiert, dass dies etwas war, bei dem ich besser nicht weiter darauf bestand. Als mir klar wurde, dass heute der Tag war, an dem er seinen Widerstand aufgab und mich aktiv einbezog, habe ich mich riesig gefreut. Es war meine Aufnahme in die geliebte Tradition meines schweizerischen Ehemanns…

Als Augenärztin sehe ich viele Notfälle, die genau mit dieser Tätigkeit zusammenhängen: Fremdkörper im Auge. Das kann von kleinen Hornhauterosionen bis hin zu intraokularen Fremdkörpern, Perforationen und vielem mehr reichen. Und das ist nur die Augenheilkunde. Als ich noch im Krankenhaus in der chirurgischen Notaufnahme gearbeitet habe, kamen Patienten mit allem Möglichen: von kleinen Schnittverletzungen durch die Säge bis zu schweren Brüchen nach Stürzen von einer Leiter oder einem Baum – und noch viel bizarreren Unfällen, die ich hier lieber nicht erzähle.

Mit diesem Wissen habe ich mich gut vorbereitet. Ich zog meine Brille, einen Hut, Stiefel und Gartenhandschuhe an. Aber natürlich mit einem leichten, schicken Kleidchen –  süss sah ich aus! Also: Ärmel hoch und los…

Jetzt verstehe ich endlich, warum meine Patienten so fit sind… Gartenarbeit sollte eigentlich als Extremsport gelten!! Sie ist körperlich anstrengend und nicht ganz ungefährlich.

Die Schweizer Sommersonne badete uns in Schweiss und die winzigen Partikel, die mit hoher Geschwindigkeit von den Motorsägen weggeschleudert wurden, setzten sich wie Nädelchen auf unsere Haut. Der Garten war voller kleiner achtbeiniger Bewohnerinnen – eine Folge unserer Vernachlässigung. Sie hatten Sträucher und Bäume mit ihren feinen silbernen Fäden überzogen. Vorsichtig lösten wir ihre wunderschönen Häuser, ohne sie zu verletzen. Sie würden in die tieferen Bereiche der Büsche umziehen müssen. Tapfer stellten sie sich der Räumung und sprangen immer wieder auf uns zu, als wollten sie uns sagen, dass sie noch da waren und nicht kampflos aufgeben würden.

Divo begleitete uns wie immer treu. Vom kühlen, schattigen Eingangsbereich aus leistete er moralische Unterstützung und bellte hin und wieder, wenn jemand am Haus vorbeiging.

Wir arbeiteten den ganzen Tag. Am Ende waren wir müde, mit Schweiß und Erde überzogen, aber zufrieden. Wir hatten das Gefühl, dass unsere Verbundenheit noch stärker geworden war. Nach so vielen Ehejahren ist das gemeinsame Leben nicht immer einfach. Solche kleinen Projekte zu zweit bringen wieder frischen Wind und tun der Beziehung gut.

Am Abend aßen wir gemeinsam. Gerade kam mein Sohn von der Arbeit nach Hause und wir konnten zu dritt essen. Wie sehr ich solche Momente schätze. Mein älterer Sohn und seine Freundin, die für mich inzwischen ebenfalls wie eine Tochter ist, fehlten zwar, aber zu wissen, dass sie glücklich sind und es ihnen gut geht, macht ihre Abwesenheit wenigstens ein wenig leichter.

Am Ende des Tages fühlte ich mich auf eine gewisse Weise verjüngt. Müde, ja – aber ich spürte, wie das Leben durch meine zitternden und erschöpften Muskeln floss.

Deshalb kann ich heute mit Sicherheit sagen, dass das Geheimnis meiner über 90-jährigen Patienten die Gartenarbeit ist… die Gartenarbeit und das Leben in der Schweiz…

 

 

 

 

English

I like talking with my patients; it's a part of my work that I truly value. I always learn something. My oldest patients, those over 90 years old, with straight backs and strong legs, who don't need a cane or a walker, have a lot in common: they're always smiling, they're in good spirits, most of them have pets at home, they're all very clean, they smell nice, and they're always neatly dressed. You can tell they take good care of themselves; they treat themselves well. I always ask, "What's your secret, Mr. Hübscher? How do you stay so beautiful, Mrs. Müller?" The answer is always the same: working in the garden, being in contact with the earth...

Today was garden day. It was the first time my husband actually let me take part in this Swiss ritual, one that he had kept me away from all these years. After several unsuccessful attempts to be included, I eventually accepted that this was something I was better off not insisting on. When I realized that today was the day he finally gave in and actively included me, I was so excited. It was my initiation into my Swiss husband's beloved tradition...

As an ophthalmologist, many of the emergencies that come into the clinic are eye injuries caused by exactly this kind of activity. They can range from small corneal abrasions to intraocular foreign bodies, perforations, and more. And that's just ophthalmology. When I worked in the hospital's surgical emergency department, we saw everything from small cuts caused by saws to very serious fractures after falling from a ladder or a tree, and even stranger accidents that I'm not going to tell you about here.

Knowing all this, I prepared myself very well. I put on my glasses, a hat, boots, and gardening gloves. Of course, I also wore a light, cute little dress. I looked fabulous... Time to get to work...

Now I finally understand why my patients are in such good physical shape... Gardening should be considered an extreme sport!!!. It's hard work and comes with quite a few risks.

The Swiss summer sun had us drenched in sweat, while tiny particles hurled at high speed by the electric saws stuck to our skin like little needles. The garden had been taken over by tiny eight-legged residents, a consequence of how neglected it had become. They had covered the shrubs and trees with their delicate silver threads. Trying not to hurt them, we carefully removed their beautiful homes. They would have to move deeper into the bushes. They faced the eviction bravely, jumping toward us as if to let us know they were there and that they were not about to give up.

Divo stayed faithfully by our side, offering moral support from the cool, shaded doorway and barking every now and then whenever someone walked past the house.

We worked all day. By the end we were tired, covered in sweat and dirt, but deeply satisfied. We felt that our bond had grown even stronger. Married life, after so many years, isn't always easy. These little projects we do together refresh it and make it lighter.

We had dinner together. My son had just come home from work, so the three of us were able to eat together. How much I treasure these moments. My older son and his girlfriend, who is already like a daughter to me, weren't there, but knowing that they are happy and doing well makes their absence easier to bear.

By the end of the day, I somehow felt rejuvenated. Tired, yes, but I could feel life flowing through every one of my trembling, exhausted muscles.

So now I can say with certainty that the secret of my patients over 90 is gardening... gardening, and living in Switzerland...

 

 

Français

J'aime discuter avec mes patients ; c'est une partie de mon travail que j'apprécie énormément. J'apprends toujours quelque chose. Mes patients les plus âgés, ceux qui ont plus de 90 ans, le dos bien droit et les jambes solides, qui n'ont besoin ni d'une canne ni d'un déambulateur, ont plusieurs points communs : ils sourient toujours, ils sont de bonne humeur, la plupart ont des animaux à la maison, ils sont tous très soignés, sentent bon et sont toujours habillés avec soin. On voit qu'ils prennent soin d'eux-mêmes, qu'ils se traitent bien. Je leur demande toujours : « Quel est votre secret, Monsieur Hübscher ? Comment faites-vous pour rester si belle, Madame Müller ? » La réponse est toujours la même : le travail au jardin, le contact avec la terre…

Aujourd'hui, c'était le grand jour du jardin. C'est la première fois que mon mari m'autorise vraiment à participer à ce rituel suisse dont il m'a tenue à l'écart pendant toutes ces années. Après plusieurs tentatives infructueuses pour être intégrée, j'avais fini par accepter que c'était une activité sur laquelle il valait mieux ne pas insister. Quand j'ai compris qu'aujourd'hui était le jour où il renonçait enfin à résister et m'invitait à participer pleinement, j'étais très émue. C'était mon initiation à la tradition tant aimée de mon mari suisse…

En tant qu'ophtalmologiste, beaucoup des urgences que nous recevons à la clinique sont justement des corps étrangers dans l'œil provoqués par ce type d'activité. Cela peut aller de petites érosions de la cornée jusqu'à des corps étrangers intraoculaires, des perforations, etc. Et cela ne concerne que l'ophtalmologie. Lorsque je travaillais aux urgences chirurgicales de l'hôpital, nous recevions aussi bien de petites coupures causées par une scie que des fractures très graves après une chute d'une échelle ou d'un arbre, sans parler d'accidents encore plus bizarres que je ne raconterai pas ici.

Sachant tout cela, je me suis très bien préparée. J'ai mis mes lunettes, un chapeau, des bottes et des gants de jardinage. Bien sûr, j'avais aussi choisi une petite robe légère et coquette. J'étais absolument ravissante… Au travail…

Je comprends enfin pourquoi mes patients sont en si bonne condition physique… Le jardinage devrait être considéré comme un sport extrême. C'est un exercice exigeant et qui comporte de nombreux risques.

Le soleil de l'été suisse nous faisait ruisseler de sueur, tandis que les minuscules particules projetées à toute vitesse par les scies électriques venaient se coller à notre peau comme de petites aiguilles. Le jardin était envahi par de petites habitantes à huit pattes, conséquence de l'abandon dans lequel nous l'avions laissé. Elles avaient recouvert les arbustes et les arbres de leurs fins fils argentés. En prenant soin de ne pas leur faire de mal, nous avons délicatement retiré leurs magnifiques demeures. Elles devront déménager au plus profond des arbustes. Elles affrontaient cette expulsion avec courage et sautaient vers nous comme pour nous rappeler qu'elles étaient bien là et qu'elles ne se laisseraient pas vaincre.

Divo nous accompagnait fidèlement, nous apportant son soutien moral depuis le seuil frais et ombragé de l'entrée, en aboyant de temps à autre lorsqu'il voyait quelqu'un passer devant la maison.

Nous avons travaillé toute la journée. À la fin, fatigués, recouverts de sueur et de terre, mais satisfaits, nous avons senti que notre lien s'était encore renforcé. Après tant d'années de mariage, la vie à deux n'est pas toujours facile. Ces petits projets réalisés ensemble la rafraîchissent et l'allègent.

Nous avons dîné ensemble. Mon fils rentrait justement du travail et nous avons pu dîner tous les trois. Comme je chéris ces moments. Mon fils aîné et sa femme, qui est devenue pour moi une fille elle aussi, n'étaient pas là, mais savoir qu'ils vont bien et qu'ils sont heureux compense en partie leur absence.

À la fin de la journée, je me sentais d'une certaine manière rajeunie. Fatiguée, oui, mais je sentais la vie circuler dans chacun de mes muscles tremblants et épuisés.

Je peux donc dire avec certitude que le secret de mes patients de plus de 90 ans, c'est le jardinage… le jardinage et le fait de vivre en Suisse…